On Earth


Abstrakte Neue Malerei


Aus der Beschäftigung mit der Digitalen Malerei der NEUN::ACHT Serie entstand der Wunsch, die Bilderwelten dieser Serie in die Ölmalerei mit deren malerischen Mitteln zu übertragen.

Mit dem Entschluss den elektronischen Bildern Werke der malerischen Arbeiten gegenüber zu stellen, erweiterte sich die Erfahrungswelt der eigenen Bildfindung. Die technischen Möglichkeiten unterscheiden sich elementar, doch beeinflussen und bereichern sich diese beiden bildnerischen Räume gegenseitig. In beiden Vorgehensweisen stellen der Zufall und dessen willentliche Kontrolle ein wichtiges Element dar.

In der digitalen Malerei steht das Experiment im Vordergrund. Ein Bildraum lässt sich durch die technischen, digitalen Arbeitsmethoden ständig kontrollieren, weil jeder Arbeitsschritt abgewandelt oder auch zurückgenommen werden kann, ohne den ursprünglichen Zustand zu verlieren. Diese Arbeitsweise ermöglicht ein hohes Maß an gestalterischer Freiheit, um einem Ergebnis nahe zu kommen, das im künstlerischen Erleben als Endergebnis gewertet werden kann.

Genau diese vollständige Kontrolle steht im Zusammenhang mit den zufälligen Bildergebnissen durch die weitgehend mit einem Rakel aufgebrachten Farbschichten in Öl auf Leinwand nicht zur Verfügung. Der Farbauftrag ist nur durch die Farbtonauswahl und die Art des Farbauftrags kontrollierbar, doch die zufälligen Abrisse der Farben bringen unvorhersehbare Strukturen hervor.
In weiteren Schritten gilt es dann, auf die entstandene Situation zu reagieren. Dabei entsteht ein Zustand des Erschaffens, der nicht vollständig erzielbaren Rücknahme oder der Zerstörung verschiedener Farbebenen und Strukturen. Farbe wird aufgetragen, modifiziert oder auch wieder zurückgenommen.
Der Weg zum Bild ist sehr fragil, weil eine Idee im weiteren Bildaufbau funktionieren kann, oder sich das Scheitern im zuletzt ausgeführten Schritt manifestiert. Für mich ist ein Bild dann fertig, wenn es in sich stimmig wirkt und sinnvolle Veränderungen nicht mehr durchzuführen sind.

Die abstrakte Form stellt keine sichtbaren Bezüge zu unserer Alltagsrealität her. Dennoch werden assoziative Verknüpfungen zu einer erlebten Realität im bildlichen Entstehungsprozess angesprochen, die sich aus verschiedenen persönlichen Erinnerungen oder musikalischen Verbindungen speisen.

"Ich bin hier und es gibt nichts zu sagen" John Cage, Lectures on nothing


Klicken Sie die Bildausschnitte für eine große Ansicht an...

Transition Space - Zara Zoë Gayk 2016, Abstrakte Malerei - Öl auf Leinwand, 110 x 170 cm
Transition Space
Infinite Plan - Zara Zoë Gayk 2016, Abstrakte Malerei - Öl auf Leinwand, 100 x 160 cm
Infinite Plan
Fire Tree - Zara Zoë Gayk 2015, Abstrakte Malerei - Öl auf Leinwand, 80 x 180 cm
Fire Tree
Lost Day - Zara Zoë Gayk 2015, Abstrakte Malerei - Öl auf Leinwand, 100 x 160 cm
Lost Day
Night Wind - Zara Zoë Gayk 2015, Abstrakte Malerei - Öl auf Leinwand, 120 x 160 cm
Night Wind
One Zero Six - Zara Zoë Gayk 2015, Abstrakte Malerei - Öl auf Leinwand, 80 x 180 cm
One Zero Six
Zara Bemused by Color - Zara Zoë Gayk 2015, Abstrakte Malerei - Öl auf Leinwand, 120 x 180 cm
Zara Bemused by Color
First Light :: Triptychon - Zara Zoë Gayk 2015, Abstrakte Malerei - Öl auf Leinwand, 125 x 240 cm
First Light :: Triptychon
Lake View - Zara Zoë Gayk 2014, Abstrakte Malerei - Öl auf Leinwand, 110 x 140 cm
Lake View
Le Sacre - Zara Zoë Gayk 2014, Abstrakte Malerei - Öl auf Leinwand, 100 x 260 cm
Le Sacre
Stream - Zara Zoë Gayk 2014, Abstrakte Malerei - Öl auf Leinwand, 100 x 260 cm
Stream